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Hier finden Sie nach Stichworten geordnet Definitionen und kurze Artikel zu ausgewählten Themen des europäischen Volksglaubens und der Volksmedizin. Die Reihe wird laufend erweitert.

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New Orleans Voodoo dolls

Im Voodoo werden Menschen, denen man Schaden zufügen will, durch Puppen dargestellt. Was man einer Puppe zufügt, fällt auf jene Person zurück, die sie repräsentiert, im Guten, wie im Bösen. Diese Vorstellungen haben mit Voodoo jedoch nichts zu tun und sie stammen auch nicht aus Afrika. Ihre Heimat ist Europa, wo seit dem Mittelalter Puppen aus Wachs, Lehm, Holz oder Teig hergestellt werden, um jemandem ein Siechtum oder gar den Tod anzuhexen. Nach Louisiana sind die Puppen und die damit verbundenen Mythen und Riten mit den europäischen Siedlern gekommen. Erste Belege für ihren Gebrauch in der Volksmagie finden sich jedoch nicht vor 1900.
Eine Besonderheit der Voodoo Puppen von New Orleans sind ihre Farben, die alle eine symbolische Bedeutung haben: Rot drückt den Wunsch aus, über jemanden Macht zu gewinnen, Grün bezieht sich auf Geld, Blau auf Liebe, Weiss auf Friede, innere Reinheit und Schutz vor bösem Zauber. Schwarz gekleidete Puppen verwendet man für Verfluchungen und Hexenwerk. Bei den Nadeln, mit denen man in die Puppe sticht, gilt: Weiss steht für positive Einflussnahme, Schwarz für negative. Positive Einflussnahmen werden bei zunehmendem Mond vorgenommen, negative bei abnehmendem.


New Orleans Voodoo Hexing Doll für Schadenzauber. (Bild Kurt Lussi)
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