
- Totenfürsorge: Die drei weissen Almosen. Bild Kurt Lussi)
Vergessenes Wissen - Schattenreich
Int. Kongress zum Thema „Sterben und Tod“, Thorzentrum Wien, 3. – 5. September 2010
Der Kongress findet am Samstag und am Sonntag statt. Am Freitag, 3. September, bieten die Referenten zusätzlich halbtägige Workshops an. Der Kongress beginnt am Samstag, 4. September 2010, um 09.30 Uhr mit dem Vortrag "Totenspeisung im Kulturvergleich. Das Hungry Ghost Festival in Hongkong". Weitere Themen:
- Der Umgang mit dem Tod
- Interkulturelle Betrachtungen zum Thema Tod
- Vergehen und Werden in der Natur
- Geister- und Schattenphänomene
- Bräuche und Sitten im alpenländischen Kulturraum
- Die Sicht der Hospizbewegung und der Palliativmedizin
- Mythologie und Tod

- Kuppel in der Pfarrkirche S. Lorenzo in Ligornetto (Schweiz). Illusionsmalerei von Cipriano Pelli, 1777.
Vergessenes Wissen - Schattenreich
Workshop zum Int. Kongress "Sterben und Tod", Thorzentrum Wien, 3.-5. September 2010, Universität Wien (NIG)
Die Ausstattung fast aller barocken Kirchen folgt einem theologischen Programm, einem concetto. Jedes Gemälde, überhaupt jedes Element, hat eine bestimmte Aufgabe in Bezug auf die spirituelle Bedeutung des Gesamtkunstwerks. Am Beispiel von zwei frühbarocken Wiener Kirchen werden wir uns im Workshop mit jenen Teilen der concetti befassen, die den Tod und die Reise der Seele ins Jenseits zum Inhalt haben.
Besammlung: Freitag, 3. September 2010, 15.00 Uhr. Treffpunkt bei der Servitenkirche Wien (U4 bis Rossauer Lände). Teilnahme nur auf Voranmeldung. Der Workshop dauert bis ca. 18.00 Uhr. Im Preis inbegriffen ist eine Dokumentationsmappe.
Auskünfte und Anmeldungen per Mail: Thor Zentrum Wien: office@thor-zentrum.at oder online: http://www.thor-zentrum.at

- Memento mori. Beinhauskapelle Kirchbühl bei Sempach, 16. Jh.
Soeben erschienen:
Das Phänomen brennender Totengeister
Das Phänomen brennender Totengeister am Beispiel eines Luzerner Spukfalls aus dem Jahre 1599, in: Johan Callmer und Ruth Struwe (Hrsg. für den Lehrstuhl Ur- und Frühgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin): Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift EAZ. Heft 1-2 2009. Berlin, 2010, S. 39-51.
Zusammenfassung:
Den Lebenden sind gegenüber den Toten Pflichten auferlegt. Dazu gehören das Anzünden von Lichtern, das Lesen heiliger Messen durch Priester und persönliche Gebete. Das Unterlassen guter Werke, fehlendes Gedenken und nicht erfüllte Versprechen bringen den Verstorbenen um seine ewige Ruhe. Er kehrt als arme Seele zu den Lebenden zurück, um sie an die ungeschriebenen Gesetze zu erinnern. Nicht selten erscheinen die armen Seelen als brennende Skelette oder Lichtgestalten. Anhand eines Luzerner Spukfalls aus dem Jahre 1599 wird das Phänomen der brennenden Totengeister untersucht.
Sonderdrucke solange Vorrat. Abgabe gegen Zusendung eines frankierten und adressierten Antwortkuverts (Grösse C4). Ein Exemplar pro Besteller. Postadresse siehe unter „Kontakt“.

- Der Gnadenbrunnen im Luthertal (Bild Kurt Lussi)
Die heilige Quelle im Luthernbad
Im Jahre 1581 wurde bekannt, dass zuhinterst im Lutherntal eine Heilquelle entdeckt worden sei. Die Überlieferung berichtet, dem an der Gicht leidenden Jakob Minder sei die Gottesmutter erschienen. Sie habe ihm geoffenbart, er solle hinter seinem Haus nachgraben, bis er eine Quelle finde. Mit dem zutage tretenden Wasser solle er sich waschen. Der Kranke tat, wie ihn die Gottesmutter geheissen hatte und war bald darauf geheilt.
Der Besuch von Maria Heilbronn im Luthertal, wie der kleine Wallfahrtsort in alten Schriften genannt wird, bildete den Abschluss des Caritas-Tagesseminars „Krankheit und magische Heilung“.
Mit dem Thema „Rituale im Kulturvergleich“ wird die Seminarreihe am 22. Oktober 2011 fortgesetzt.

- Workshop mit Prof. Dr. Christoph Stückelberger (links) anlässlich der Konferenz "Care and Compassion" in Nairobi (Bild Kurt Lussi)
Final Principles der Konferenz von Nairobi verabschiedet
Ein Entwurf dieses Textes wurde an der Internationalen Konferenz von Globethics.net vom 25.-29. Januar 2009 in Nairobi verabschiedet. Er wurde von Dr. Shanta Premawardhana, Direktor Interreligiöser Dialog und Kooperation beim Ökumenischen Rat der Kirchen, und Prof. Dr. Christoph Stückelberger, Gründer und Direktor von Globethics.net, entworfen und bereinigt.
Sie finden den vollen Text im Download. Link.
Link Globethics.net